Starke Performance durch SAP in der Cloud
Die Landesbank Hessen-Thüringen migrierte ihre dedizierte SAP-Landschaft von Windows-Clustern und AIX-Servern in die Cloud. Durch den Service FI-TS cloud.app.sap kann die Helaba jetzt den SAP-Betrieb deutlich flexibler gestalten und die Servicequalität des Betriebs nachhaltig verbessern.
Mehr Flexibilität und Servicequalität durch SAP-Cloud
Die Landesbank Hessen-Thüringen suchte nach einem Weg, um die Plattform ihrer SAP-Landschaft zu vereinheitlichen. Durch die Migration ihrer SAP-Anwendungen von einer dedizierten Infrastruktur zu FI-TS cloud.app.sap konnte die Helaba drei Viertel ihrer vorgehaltenen SAPS einsparen. Zudem profitiert sie seitdem von der flexiblen Zuweisung von Rechenkapazitäten sowie der schnellen Bereitstellung von leistungsstarken Testsystemen.
Mit knapp 6.000 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von rund 166 Milliarden Euro in 2010 zählt der Helaba-Konzern zu den führenden deutschen Landesbanken. Für die SAP-Infrastruktur der europäischen Regionalbank mit internationaler Reichweite ist die Abteilung Anwendungsentwicklung des Corporate Centers verantwortlich. Diese leistet auch den Second-Level-Support für die SAP-Landschaft und ist Schnittstelle zwischen den Anwendern der Helaba und dem Betrieb der SAP-Infrastruktur in den Rechenzentren von Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS).
Als einheitliche Betriebsplattform für ihre SAP-Landschaft setzte die Helaba von Beginn an auf Microsoft Windows. Doch als die Landesbank das Balance-Analyzer-Modul von SAP einführen wollte, reichte die Rechenleistung der Server unter der Windows-Plattform nicht mehr aus. „Wir mussten damals aus Performance-Gründen mit diesem Modul auf eine IBM-Regatta unter AIX ausweichen“, erinnert sich Dr. Stephan Reusch, Abteilungsleiter Anwendungsentwicklung bei der Landesbank Hessen-Thüringen. „Da dies zwangsweise zu einer Zersplitterung unserer SAP-Systemlandschaft führte, wollten wir immer schon zurück zu einer Lösung mit einer einheitlichen Plattform“.
Hohes Potenzial von FI-TS cloud.app.sap
Als die Helaba gemeinsam mit FI-TS nach Wegen zur Wiederherstellung einer homogenen SAP-Plattform suchte, stellte der IT-Servicepartner der Landesbank als Alternative zu einer dedizierten Infrastruktur seinen neuen Service FI-TS cloud.app.sap vor. Diese Cloud-Lösung hat FI-TS speziell an die Bedürfnisse von Banken und Finanzdienstleistern angepasst. Die Entwicklung von FI-TS cloud.app.sap begann bereits in 2007. Der Service basiert auf kostengünstiger x86-Hardware und hat Linux als Betriebssystem. Mitte 2009 nahm die SAP-Cloud von FI-TS mit drei kleineren Geldinstituten den Regelbetrieb auf.
Zu den großen Vorteilen des SAPBetriebs
Die Planung der ursprünglichen SAP-Infrastruktur für die Helaba sah beispielsweise die Bereitstellung von 32 dedizierten Systemen mit insgesamt 540.000 SAPS vor. Durch die Verlagerung von SAP in die Cloud sind für 32 virtuelle Systeme lediglich 130.000 SAPS notwendig. Das entspricht einer SAPS-Ersparnis von gut 75 Prozent. Dies überzeugte schließlich auch die Verantwortlichen der Helaba, Anfang 2010 ihre SAP-Anwendungen zu FI-TS cloud.app.sap umzuziehen: „Als Landesbank gehören wir sicherlich nicht zu der Art von Kunden, die sofort auf neue Technologien aufspringen“, erläutert Dr. Reusch. „Doch die SAP-Cloud von FI-TS bot uns einmalige Möglichkeiten, und die Technologie hatte ihre Feuertaufe bereits bestanden. Daher mussten wir die Chance auf eine flexible SAP-Infrastruktur einfach nutzen, zudem das Risiko für uns jederzeit überschaubar und vor allem beherrschbar war.“
Umzug mit Plan
Um auch auf kaufmännischer Seite von der gesteigerten Flexibilität profitieren zu können, begannen die Experten von Helaba und FI-TS Anfang 2010 die zahlreichen Service-Level-Agreements für die bisherige SAP-Infrastruktur in ein zentrales, übergreifendes SLA für die SAP-Cloud zu überführen. „Innerhalb von lediglich acht Wochen haben wir es dabei geschafft, rund 50 Einzel-SLAs in ein allgemeingültiges Cloud-SLA zu über führen und so die Bearbeitungszeiten von Betriebsaufträgen deutlich zu beschleunigen“, berichtet Achim Peters, verantwortlicher Projektleiter für die SAP-Cloud bei der Helaba. „Letztlich ermöglicht uns das neue Universal-SLA, die Komplexität einer Cloud zu managen, ohne die uns wichtigen Punkte der alten SLAs aufgeben zu müssen.“
Ab Mai 2010 begann FI-TS mit dem sukzessiven Umzug der SAP-Anwendungen der Helaba von der dedizierten Infrastruktur im Offenbacher Rechenzentrum auf die SAPCloud am Standort Nürnberg. Dabei wurden keine Kompromisse in Sachen Sicherheit gemacht, denn das FI-TS Rechenzentrum, in dem die SAP-Cloud liegt, ist nach TSI Level 3 zertifiziert. Entsprechend den Empfehlungen von SAP wurde die Migration jedes Teilsystems zunächst zweimal getestet, bevor das jeweilige Produktivteilsystem in die Cloud wanderte.
Gleich zum Migrationsbeginn nahmen Helaba und FI-TS die größte Herausforderung in Angriff: Der Umzug begann mit den kritischen Systemen. Wenn die neue Plattform hier hinsichtlich Sicherheit und Skalierbarkeit überzeugte, wäre die Migration der weiteren Systeme problemlos möglich. Und so konnte FI-TS sämtliche SAP-Systeme der Helaba innerhalb von sechs Monaten in die Cloud überführen, wobei das letzte System im Februar 2011 den Betrieb aufnahm. Die Migration selbst verlief reibungslos, so dass die Fachabteilungen der Helaba von dem Umzug ihrer SAP-Applikationen in die Cloud nur marginal betroffen waren. Die Nichtverfügbarkeit der jeweiligen produktiven Systeme konnte auf die vorab angekündigten Zeiten begrenzt werden.
Mehr Flexibilität, weniger Speicherplatz
Neben der Einsparung der vorzuhaltenden SAPS profitiert die Helaba nun wieder von einer homogenen SAP-Systemlandschaft. Dadurch benötigt sie auch weniger interne Ressourcen, denn sie muss kein doppeltes Know-how für den Betrieb aufbauen. Zusätzlich kann sie die bei FI-TS gebuchten SAPS jetzt einfach und flexibel auf diejenigen Systeme verteilen, die sie gerade benötigen.
Ein immenser Vorteil von FI-TS cloud.app.sap ist zudem die schnelle und kostengünstige Bereitstellung von Testsystemen. Diese Sandboxen können dabei auf ein Abbild der Produktionsdaten zugreifen, was eine sehr realitätsnahe Fehlersuche ermöglicht. Die echten Produktivdaten bleiben während sämtlicher Tests unangetastet. Es werden lediglich Änderungen an den Testdaten in der Cloud gespeichert. Auf diese Weise benötigt beispielsweise eine Test-Sandbox eines Produktivsystems mit 3,5 TByte Daten lediglich 200 GByte an Speicherplatz. Bei einem dedizierten Testsystem wären hingegen 3,5 TByte Speicherplatz notwendig. Zudem konnte FI-TS mit der Snap-Technologie die Backup-Zeiten für die Helaba-Daten von 16 Stunden auf wenige Sekunden reduzieren.
Zertifizierte Sicherheit
Dass die Helaba mit FI-TS cloud.app.sap auf eine sichere und leistungsstarke Lösung gesetzt hat, bestätigte im Januar 2011 auch die erfolgreiche Zertifizierung von FI-TS als SAP Cloud Provider in Germany sowie als SAP Hosting Partner. Mit der Bereitstellung von SAP via Cloud für die Helaba betreibt FI-TS eine der größten SAP-Clouds in Europa. Damit beweisen die Unternehmen gemeinsam, dass sich selbst im streng regulierten Bankenumfeld die Vorteile einer Cloud-Architektur erfolgreich umsetzen lassen. „Für uns ist neben der flexiblen Ressourcenzuweisung vor allem die schnelle Bereitstellung von Testsystemen ein riesiger Gewinn. So können wir heute innerhalb eines Tages ein Testsystem bekommen, was früher bis zu sechs Wochen gedauert hat“, freut sich Dr. Stephan Reusch. „Mit der SAP-Cloud von FI-TS haben wir uns einen technologischen Vorsprung verschafft, den wir jetzt für unser Geschäft nutzen können und werden.“
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