Kundenreferenz von Finanz Informatik Technologie Service GmbH & Co. KG: BayernLB

FI-TS bietet BayernLB innovative Linux-Lösung im Wertpapierhandel

Durch einen radikalen Umbau ihrer Serverinfrastruktur konnte die BayernLB die Performance und Verfügbarkeit ihres Handelssystems drastisch steigern und gleichzeitig dessen Betriebskosten deutlich senken. Möglich wurde dies durch das Linux-Architekturkonzept von Finanz Informatik Technologie Service (FI-TS), das sich die Vorteile offener Systeme nun auch im Bankenumfeld zunutze macht.

Mehr Performance, mehr Verfügbarkeit

Beim Geschäft mit Wertpapieren, Devisen und Optionen ist Geschwindigkeit ein wesentlicher Faktor. Bereits eine Sekunde kann über Gewinn und Verlust entscheiden. Dies erfordert eine leistungsstarke IT-Infrastruktur, die eine schnelle Analyse der weltweiten Finanz- und Börsendaten sowie Positionsdarstellungen in Echtzeit garantiert. Maßgeblich für die Händler der BayernLB ist zudem eine gesicherte Verfügung der Handelsumgebung. Hier können
bereits kurze Ausfälle Aufwände verursachen.

Ein bevorstehender Releasewechsel der Handelssoftware Front Arena veranlasste den verantwortlichen Teamleiter bei der BayernLB, Werner Burger, über eine neue Architektur der Systemplattform nachzudenken. Eine nicht optimale Rechenleistung der bislang zum Handel eingesetzten Clustersysteme beeinflusste die Applikationsleistung während des Tages, sowie die Laufzeit von Batch-Jobs in der Nacht. Gleichzeitig nahm die Startzeit der Handelsanwendung nach einem Ausfall zu viel Zeit in Anspruch und die Notfallkapazitäten der Serversysteme entsprachen nicht mehr den gewachsenen Anforderungen.

Ende 2006 beauftragte die BayernLB daher FI-TS als ihren langjährigen und zuverlässigen Dienstleister mit dem Design einer neuen und modernen Architektur der Handelssysteme. Anforderungen waren hierbei neben einer insgesamt besseren Performance eine deutliche Reduzierung der maximalen Ausfallzeit während der Handelszeiten, signifikante Verbesserungen bei der Verfügbarkeit sowie schnelle Wiederherstellungszeiten.

Linux für Banken

Die Spezialisten von FI-TS stellen sich der großen Herausforderung und entwickelten ein Architekturkonzept auf Basis von Linux. Es gelang ihnen, Anschaffungs- und Betriebskosten deutlich zu senden und dennoch alle Anforderungen der BayernLB an Performance und Verfügbarkeit zu erfüllen und sogar zu übertreffen. Der Einsatz von Standard-Servern mit 64-Bit-Prozessoren auf x86-Basis senkte dabei einerseits die Kosten für Hardware und Wartung, zudem verringern sich bei weniger CPUs die Lizenzkosten für Software.

Durch die Verteilung der Anwendungs- und Datenbankkomponenten auf mehrere Server erreichte FI-TS eine besonders hohe Verfügbarkeit und konnte gleichzeitig die Transaktionskapazität des Handelssystems weiter steigern. Die Applikationsserver arbeiten dabei im Normalfall autark, können aber bei einem Ausfall auch die Funktion eines ausgefallenen Systems übernehmen. Bei den Datenbanken arbeiten ebenfalls immer zwei Server parallel. Ein Replikationsmechanismus sorgt hier dafür, dass die Daten permanent synchronisiert werden und so ein schnelles Umschalten bei einem Ausfall möglich ist. Die gesamte Infrastruktur aus Server-, Netz-, SAN- und NAS-Komponenten ist redundant und komplett unabhängig voneinander in getrennten Räumlichkeiten untergebracht.

Besonders diffizil gestaltete sich die Kompatibilität der zahlreichen eingesetzten Hard- und Softwarekomponenten untereinander. Neben der Lösung der technischen Probleme galt es, den Hersteller-Support sicherzustellen. Nach intensiven Verhandlungen mit den einzelnen Herstellern erreichte FI-TS eine Zertifizierung der neuen Handelssysteme durch alle Hersteller, um deren Unterstützung bei tiefgehenden Hard- oder Softwareproblemen zu sichern. Umfangreiche, bestehende Wartungsverträge zwischen FI-TS und den etablierten Zulieferern erwiesen sich hierbei als sehr hilfreich.

Insgesamt konnte FI-TS mit dem neuen FI-TS-Linux-Architekturkonzept die Leistung des Handelssystems der BayernLB um bis zu 300 Prozent steigern, die Wiederanlaufzeit des Arena-Data-Servers von 90 auf 15 Minuten reduzieren, die Laufzeit der Nachtjobs halbieren und gleichzeitig die TCO des Systems um mehr als 30 Prozent senken.

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