Kundenreferenz von Extreme Networks: Stadtwerke Schwerte

Ein Anschluss für drei Dienste

Stadtwerke Schwerte setzt beim Aufbau ihres Metro-Netzes auf eine zukunftssichere Infrastruktur

Die Stadtwerke Schwerte (SWS) versorgen in ihrem Einzugsgebiet rund 50.000 Einwohner mit Strom, Gas, Wasser, Straßenbeleuchtung und Nahwärme. Mit dem Aufbau eines modernen Glasfasernetzes auf Basis von Ethernet hat das Unternehmen die Grundlage für die Bereitstellung von Triple-Play-Diensten im gesamten Stadtgebiet geschaffen. Dabei vertraut der Energieversorger im Backbone auf 10 Gigabit-Ethernet und Komponenten von Extreme Networks®.

Als Anfang 2006 ein lokaler Bauträger die Kabel-TV-Versorgung für ein Neubaugebiet mit über 100 Einfamilienhäusern bei den Stadtwerken anfragte, war dies der Startschuss für das Metro-Netz der Stadtwerke Schwerte. “Um gleich von Anfang an auf eine zukunftssichere Infrastruktur zu setzen, entschieden die Stadtwerke, jedes Haus mit einem eigenen Glasfaseranschluss anzubinden“, erinnert sich Thomas Griem, Projektleiter bei den SWS zurück.

Während die Bagger mit den Erdarbeiten begannen, machten sich die SWS auf den Weg, um einen Fachmann für den Aufbau des Backbones zu suchen. Bei ihren Recherchen stießen sie seinerzeit auf die Triple Play Alliance (TPA), einen Zusammenschluss von 16 kompetenten IT-Unternehmen und Service Providern, die Triple-Play-fähige Netzwerklösungen entwickeln. Da die Mitglieder der TPA unter anderem in einem eigenen Testlabor die Interoperabilität verschiedener Netzwerkkomponenten für Metro-Netze testen, um die Interoperabilität von Hardware und Software sicherzustellen, war diese Organisation für das Vorhaben der SWS genau der richtige Ansprechpartner.

Ausschreibung und Auswahl

Entsprechend den Anforderungen der Stadtwerke Schwerte entwarf die TPA eine Architektur auf Basis von Ethernet-Ringen mit Bandbreiten von 10 Gigabit. Anhand von Kriterien wie Ringfähigkeit, einfaches Provisioning und Handling, geringe Komplexität, Homogenität, einfache Linkaufrüstung und Management, geringe Beschaffungs- und Folgekosten sowie niedriger Wartungsaufwand fiel die Wahl der aktiven Netzwerkkomponenten für den Backbone auf die erprobten Produkte von Extreme Networks. “Wir suchten nach einer zukunftssicheren Netzwerklösung, die einfach zu betreiben ist und mit zukünftigen Anforderungen mitwächst. An dem Vorschlag der TPA gefiel uns vor allem, dass wir eine durchgängige Ethernet-Lösung erhalten, was einerseits die Kosten niedrig hält und gleichzeitig den Betrieb des Netzwerks deutlich vereinfacht”, erklärt Griem.

Da die TPA selbst nur das Netzwerkdesign bereitstellte, beauftragten die Stadtwerke Schwerte als Generalunternehmer ein Systemhaus mit der Umsetzung des Metronetzes. Heute firmiert das Systemhaus unter dem Namen BMAnetworks GmbH. “Bei dem City Carrier wilhelm.tel in Norderstedt hatten wir bereits mit dem Team der heutigen BMAnetworks in einem ähnlichen Projekt zusammengearbeitet und dabei sehr gute Erfahrungen gemacht“, sagt Ralf Pütz, Sprecher der TPA. Durch das Projekt bei der wilhem.tel kannte das Projektteam von BMAnetworks zudem die Produkte von Extreme Networks sehr gut.

Umsetzung

Gemeinsam mit Extreme Networks und BMAnetworks machten sich die SWS an den Aufbau des Backbone. Dieser bestand zunächst aus einem Point of Presence (PoP) im Neubaugebiet sowie einem PoP im Rechenzentrum der SWS. Im PoP des Neubaugebiets kamen zwei Switches vom Typ Summit® X450 von Extreme Networks zum Einsatz. Die gleichen Switches installierte der Energieversorger zunächst im Rechenzentrum. Inzwischen wurden sie durch die leistungsfähigeren Provider-Aggregation-Switches vom Typ BlackDiamond® 12800 von Extreme Networks ersetzt.

Der Aufbau des Backbones verlief insgesamt sehr zügig. “Für das finale Design und die Planung benötigten wir zehn Tage und für die Integration des Backbone rund weitere fünf Tage. Die ersten Testanrufe haben wir bereits nach vierzehn Tagen durchgeführt. Den ersten Teilnehmer konnten wir bereits im Oktober 2006 anschließen“, erinnert sich Axel Reusch, heute CTO und Prokurist bei BMAnetworks, an den Aufbau des Backbones zurück. “Während es beim ersten Customer Premises Equipment (CPE) anfangs etwas Probleme gab und die Geräte recht schnell gegen Digital Residential Gateways von Packetfront ausgetauscht wurden, liefen die Backbone-Switches von Extreme Networks vom ersten Tag an reibungslos und ohne Probleme”, so Reusch.

Ausbau des Netzwerkes

Seit dem Anschluss des Neubaugebiets im Oktober 2006 hat sich durch die Erschließung weiterer Bereiche die Anzahl der PoPs auf insgesamt vier erhöht. Beim Anschluss der Wohnhäuser setzen die Stadtwerke auch weiterhin auf Glasfaser. Dass auch Ethernet die richtige Entscheidung war, wird sich auch dann zeigen, wenn es mal eine Störung gibt: “Durch die schnellen Umschaltzeiten von unter 50 Millisekunden dank Ethernet Automatic Protection Switching (EAPS) bekommen es unsere Kunden gar nicht mit, wenn einmal ein Bagger aus Versehen eine Faser im Backbone durchtrennt”, freut sich Knut Dellmann, technischer Leiter des FTTH-Projektes, bei den Stadtwerke Schwerte.

Rückblickend stellt Dellmann fest: “Durch den Einsatz der Lösungen von Extreme Networks verfügen wir heute über einen skalierbaren und leistungsfähigen Ethernet-Backbone, der zudem sehr einfach zu administrieren ist. Damit haben wir ein zukunftssicheres Fundament für unsere Triple-Play-Dienste geschaffen.“

Ausblick

Seit Dezember 2008 sind die Stadtwerke dabei, zwei weitere Wohngebiete mit 2.100 Wohneinheiten zu erschließen und an den Ethernet-Backbone anzubinden. Zudem plant das Unternehmen, innerhalb der Stadt Schwerte weitere PoPs aufzubauen, um allen 24.000 Schwerter Haushalten Triple-Play-Dienste anbieten zu können.

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