Guter Service auf Rezept
Die LAUER-FISCHER GmbH führt Sprach-/Daten- sowie Kabel- und Drahtlosnetz zusammen
Die LAUER-FISCHER GmbH hat ihr neues Sprach-/Daten- sowie Kabel- und Drahtlosnetz in einer hochsicheren IT-Infrastruktur verschmolzen. Damit möchte der Fürther IT-Dienstleister seine Kunden – heutzutage oft in Kooperationen organisierte Apotheken – im harten Wettbewerb noch umfassender unterstützen.
Seit der Gesetzesreform im Gesundheitswesen 2004 hat sich auch die Apotheken-Landschaft dramatisch verändert. Arbeiteten die Apotheken bis dahin weitestgehend isoliert für sich alleine, gibt es inzwischen sehr viele Kooperationen – nicht zuletzt, um bei den Arzneimittelkonzernen mehr Gewicht und bessere Einkaufskonditionen zu bekommen. Auch die Bildung von Filialen – früher strikt untersagt – ist für Apotheken heute möglich, wenn auch auf drei zusätzliche Standorte begrenzt. Für LAUER-FISCHER in Fürth, Deutschlands führendem IT-Dienstleister für Apotheken, ergaben sich durch die veränderte Marksituation zahlreiche Herausforderungen: Apotheken organisieren sich immer mehr in Netzwerken, Erfahrungsgruppen und Kooperationen. Zentrale Webservices (zum Beispiel Kooperationslösungen / Reporting) sind gefragter denn je. Eine große Anzahl Apotheken will mit einer Präsenz ins Internet – zum Teil auch mit eigenen Shops. Der Apothekendienstleister hat sein Geschäft auf die neue Situation eingestellt und die Herausforderungen als Chance genutzt. Allerdings platzten 2007 auch die angestammten Räumlichkeiten für die inzwischen 250 Mitarbeiter in Fürth aus allen Nähten und ein Umzug war unvermeidlich.
100 Prozent Verfügbarkeit
Die IT in der neu gebauten Unternehmenszentrale sollte von Beginn an auf die neue Geschäftssituation ausgerichtet sein. "So haben beispielsweise die Themen Hochverfügbarkeit und Skalierbarkeit bei uns heute einen deutlich höheren Stellenwert als früher", erklärt Holger von Heissen, IT-Leiter bei LAUER-FISCHER. "Unsere Geschäfte verlangen heute eine hundertprozentige Verfügbarkeit der IT – wir betreiben ja bereits eine große Zahl Web-Shops für Apotheken und bieten eine Reihe von wichtigen Online-Services. Da können wir uns keine Sekunde Stillstand leisten." Im Zuge der weiter verfolgten Wachstumsstrategie war eine einfache und ökonomische Skalierbarkeit ebenfalls wichtiges Kriterium für die Auswahl der neuen IT-Infrastruktur. Insbesondere die derzeit etwa 120 Software-Entwickler, die sich in Fürth um die kundengerechte Weiterentwicklung der Apotheken-Applikationen kümmern, zählen zu den typischen "Power-Usern". Neben der zentralen Sourcecode-Verwaltung sorgen auch die Online-Dienstleistungen, Anwendungen aus den Bereichen Enterprise Ressource Planning (ERP) und Customer Relationship Management (CRM), eine Benchmarking-Lösung, anhand dessen Apotheken über Vergleichsbewertungen eine solide Beurteilung für ihren betriebswirtschaftlichen Status gewinnen können und schließlich der Änderungsdienst für Arzneimittelinformationen für die zunehmende Last auf dem neuen Netz.
Nicht zuletzt sollte mit dem Umzug auch der durchgängige Umstieg von klassischer Telefonie auf Voice-over-IP (VoIP) erfolgen. "Es macht aus unserer Sicht heute einfach keinen Sinn mehr, zwei verschiedene Kommunikationsinfrastrukturen – Telefon und IT – separat zu betreiben und zu verwalten", so von Heissen. "Zudem verspricht VoIP langfristig eine bessere Integration mit der IT, erlaubt eine kostengünstigere Anbindung unserer Service-Center und bietet mehr Flexibilität in Sachen Heimarbeitsplätze."
Entsprechend der hohen Anforderungen investierte LAUER-FISCHER in seinem neuen Zentralsitz in aktuelle und hochredundante Netzwerktechnik: Bei den aktiven Komponenten konnte sich Extreme Networks gegen die Angebote von Cisco durchsetzen – Lösungen dieser beiden Lieferanten hatte LAUER-FISCHER nach einer Vorauswahl genauer evaluiert. Die Extreme Networks-Switches der eingesetzten BlackDiamond 8810-Serie bieten unter anderem Power over Ethernet (PoE) sowie flexibel konfigurierbare Gigabit- und 10-Gigabit-Ethernet-Ports. Bei den Edge-Switches entschied sich LAUER-FISCHER für die Modelle der Summit X450-Reihe, die auf dem besonders ausfallsicheren, modularen Core-Betriebssystem ExtremeXOS von Extreme Networks basiert. Mit seinem ausgereiften Datenverkehrs-Management sorgt der Summit X450e für hohe Verfügbarkeit sowie Performance – solide Basis für den Aufbau eines konvergenten Netzwerks im großen Stil.
Den Ausschlag für Extreme Networks gaben nach von Heissen letztlich sowohl technische als auch wirtschaftliche Gründe. "Technisch passen die Switches von Extreme Networks sehr gut zur eingesetzten IP-TK-Anlage." Als Beispiel nennt er die automatische Erkennung neu angeschlossener Geräte und die selbstständige Aushandlung beziehungsweise Reservierung von nötigen Bandbreiten. All das liefe in dieser Konstellation hervorragend – nicht zuletzt Dank des von Extreme Networks bereitgestellten "Universal Port"-Frameworks. "Diese Tools erleichtern unseren Administratoren ihre tägliche Arbeit beträchtlich", so von Heissen. "Viele ansonsten sehr zeitraubende Aufgaben laufen jetzt automatisch." Aus wirtschaftlicher Sicht konnte Extreme Networks ansonsten vor allem in Sachen Redundanz und Hochverfügbarkeit punkten. Von Heissen: "Wir hätten unsere Anforderungen hier auch mit Komponenten des marktdominierenden Anbieters bedienen können, allerdings zu einem ungleich höheren Preis." Das ersparte Geld steckte LAUER-FISCHER lieber in andere Bereiche der Hochverfügbarkeitslösung: So ziemlich alles, was eventuell ausfallen könnte, ist grundsätzlich redundant ausgelegt – inklusive Stromversorgung, TK-Anbindung, Klimageräte und vielem mehr. Die kritischsten Komponenten sind in einer Raum-in-Raum-Lösung von Lampertz untergebracht, die für physikalische rundum-Sicherheit sorgen.
Für Extreme Networks als Netzwerkausrüster sprachen auch die Verfügbarkeit einer für konvergente Netze optimierten Netzwerkmanagement-Plattform sowie ein rundes Portfolio an WLAN-Lösungen, ebenfalls ein wichtiger Aspekt der neuen IT. "Wir wollten nicht nur Sprach- und Datennetz zusammenführen, sondern auch verkabeltes und drahtloses Netz", so von Heissen. Eine separate DECT-Infrastruktur für die Schnurlostelefone sucht man daher bei LAUER-FISCHER vergeblich – neben den Laptops und PDAs kommunizieren auch die drahtlosen Telefone über WLAN. Die Abwicklung des drahtlosen Sprach- und Datenverkehrs übernehmen bei LAUER-FISCHER heute Extreme Networks Altitude-Access-Points, die über einen Summit WM200-Controller zentral gesteuert werden. Auch der WLAN-Controller verfügt über redundante und hot-swap-fähige Netz- und Lüftermodule. Die "Skalierbarkeitsprüfung" bestand der Summit WM200 auf Anhieb: bis zu 200 Access Points lassen sich pro Controller verwalten. Für die Gesamtverwaltung des LAUER-FISCHER-Netzwerks ist die EPICenter-Netzwerkmanagement-Software von Extreme Networks im Einsatz. "Sie unterstützt ideal zusammengeführte Netze und verfügt über eine offene Systemarchitektur, die eine herstellerneutrale Netzwerkumgebung mit allen erdenklichen Dienstetypen erlaubt", so von Heissen. "Auch Dienstgüte- und Richtlinien lassen sich damit komfortabel definieren."
Resümee
Nach einer etwa neunmonatigen Vorbereitungsphase lief der Umzug inklusive 800 Rechner und 120 Server Anfang November 2007 innerhalb eines Wochenendes. "Ich weiß, es klingt unglaubwürdig, aber der Umzug verlief völlig störungsfrei und wir hatten tatsächlich seit unserem Einzug keine einzige Netzstörung", resümiert von Heissen sein in 120 Manntagen gestemmtes Projekt. Auch die Business-Ziele wurden erreicht. Beispiel CD-Produktion: "Im Rahmen unseres Änderungsdienstes für Arzneimittelinformationen verschicken wir derzeit alle 14 Tage rund 5.000 CDs an die Apotheken", erläutert der IT-Manager. Diesen sehr aufwändigen Prozess konnten wir zeitlich halbieren." Allein die Umstellung auf VoIP war laut von Heissen etwas gewöhnungsbedürftig. Unter dem Strich ist der IT-Chef sehr zufrieden und denkt schon an weitere Projekte. So will er beispielsweise künftig auch die 16 Filialen des Unternehmens mit dieser Technologie ausstatten.
Gefällt Ihnen diese Kundenreferenz?
Wenn Sie diesen Text in Ihrem Medium veröffentlichen möchten, wenden Sie sich bitte direkt an den Pressekontakt bei nexthop communications (rechten Spalte oben), um alles weitere zu besprechen.
Wenn Sie für Ihr Unternehmen eine Kundenreferenz, Anwendergeschichte, Case Study oder ähnliches benötigen, unterstützt Sie unser professionelles Team gerne bei der Erstellung. Für ein unverbindliches Angebot rufen Sie uns einfach an: 089/44488180.