Kundenreferenz von Blue Coat Systems: Verlagsgruppe Handelsblatt GmbH

Verlagsgruppe Handelsblatt schützt seine 1.500 Benutzer mit Proxy-Appliances von Blue Coat vor Gefahren aus dem Internet

IT-Spezialisten der CircIT GmH beschleunigen Exchange, steuern die Nutzung von Bandbreite und kontrollieren SSL-verschlüsselte Inhalte

Rund 1.500 Mitarbeiter versorgen weltweit an 30 Standorten die Leser der Publikationen aus der Verlagsgruppe Handelsblatt (VHB) mit aktuellen Informationen. Zu den Flaggschiffen des Tochterunternehmens der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehören neben dem Handelsblatt auch die WirtschaftsWoche und hoch frequentierte Internet-Portale wie wiwo.de, handelsblatt.com oder karriere.de. Insgesamt liefern die Webserver der VHB jeden Tag rund 32 Millionen Objekte wie Webseiten, Grafiken, Audio- und Videodateien an Besucher aus dem Internet aus.

Um den reibungslosen Internetzugang der Mitarbeiter kümmert sich die IT-Abteilung der VHB, die zum Jahreswechsel 2007 als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen CircIT ausgegliedert wurde. Andreas Büchel, heute Leiter des Bereichs Network Administration bei der CircIT GmbH, befasst sich bei der Verlagsgruppe Handelsblatt seit zehn Jahren mit den Themen IT-Sicherheit und Proxy-Technologien.

Im Jahre 2005 stießen die bestehenden fünf Proxy-Systeme auf Softwarebasis von ihrer Leistungsfähigkeit her und bei der Funktionalität an ihre Grenzen. Die Systeme auf Basis von Windows NT und 2000 konnten keinen mit SSL verschlüsselten Webverkehr analysieren. Grund genug, sich nach Alternativen zu den in die Jahre gekommenen Proxys umzusehen. Was die neuen Systeme leisten müssen, wusste Andreas Büchel dabei genau: „Neben technischen Anforderungen wie der Betriebsmöglichkeit als Forward und Reverse Proxy, die Unterstützung aller relevanten Protokolle und einem guten Bandbreitenmanagement stand der Schutz unserer Mitarbeiter vor Gefahren aus dem Internet im Vordergrund. Daher musste das neue System performant und zuverlässig unerwünschte Seiten und Inhalte heraus filtern können – auch aus SSL-verschlüsseltem Verkehr."

Der Auswahlprozess

An diesen Anforderungen mussten sich im nächsten Schritt fünf Kandidaten messen. Zur Auswahl standen ein Open-Source-Proxy, ein kommerzieller Proxy auf Windows-Basis sowie drei Appliances. Fast ein dreiviertel Jahr nahm sich der IT-Spezialist Zeit, um die Produkte in einem mehrstufigen Prozess im Labor und in der Praxis zu evaluieren. Schnell stellte sich her aus, dass der vom Anschaffungspreis her unschlagbare Freeware-Proxy und die kommerzielle Softwarelösung für dieses Projekt weniger geeignet waren. Neben technischen Unzulänglichkeiten wären bei den Softwarelösungen zudem mindestens vier Systeme notwendig gewesen, um allein die Mindestanforderungen an die Leistungsfähigkeit erfüllen zu können. „Und jedes weitere System bedeutet zusätzliche Kosten für Beschaffung, Platz im Rechenzentrum, Administration, Vorhalten von Ersatzteilen, Patch management und mehr“, erklärt Andreas Büchel.

Viel versprachen sich die Spezialisten der Verlagsgruppe Handelsblatt von den Proxy-Appliances. Doch in der Praxis enttäuschte eine Appliance unter anderem durch schlechte Cache-Hit-Rate sowie Probleme bei der Zusammenarbeit mit externen Viren scannern. „Überzeugt hat mich das Blue-Coat-Gerät letztlich durch die enorme Caching-Rate, die Unterstützung vieler URL-Filter und Antivirensoftware sowie die Möglichkeit, im Gegensatz zum NetCache auch SSL-Verkehr zu überprüfen“, erläutert Andreas Büchel seine Entscheidung.

Nachdem die Wahl getroffen war, ging alles ganz schnell. Innerhalb einer Woche implementierte das Team der VHB drei Appliances vom Typ Blue Coat SG800-0B als Proxy server für die Benutzer. Ein Load-Balancer von Cisco sorgt dabei für die Verteilung des Internetverkehrs auf die drei Geräte. Eine weitere Blue-Coat-Appliance vom Typ AV510 kam wenig später hinzu, um den auf einem separaten Server installierten Viren scanner von Trend Micro abzulösen.

Seitdem filtern die Proxys den Internetverkehr von 1.500 Benutzern und sorgen dafür, dass weder Viren noch Spyware auf die Arbeitsplätze der Mitarbeiter gelangen. Der URL-Filter verhindert auf den Appliances, dass Benutzer versehentlich auf mit Malware verseuchte Webseiten gelangen. Von Bevormundung der Mitar -beiter will hier niemand etwas wissen, denn bei der Verlagsgruppe Handelsblatt ist auch das private Surfen im Internet explizit erlaubt. Nur wenn die Bandbreite auf der Internetverbindung in Spitzen zeiten knapp wird, sorgt das Bandbreitenmanagement dafür, dass geschäftskritische Anwendungen Vorfahrt bekommen und weniger wichtige Websites, die nur privaten Zwecken dienen, etwas ausgebremst werden. Gerade in internationalen Außenstellen, die mit relativ geringer Bandbreite an die Düsseldorfer Zentrale angebunden sind, kommt diese Funktion der Produktivität besonders zu Gute.

Auf Grund der guten Performance der SG-Appliances mussten kurze Zeit später auch die bislang vor den Webservern der Verlagsgruppe Handelsblatt installierten Reverse Proxys drei Blue Coat SG510-Appliances weichen. Da die SG-Appliances die Kompression der ausgelieferten Daten unterstützen, konnte die Verlags gruppe Handelsblatt allein dadurch die für die Webserver benötigte Bandbreite ins Internet um 80 Prozent reduzieren.

Luft nach oben

Dass in den Geräten noch viel Luft für weitere Nutzer und Einsatzbereiche steckt, zeigt deren Statistik. So liefern beispielsweise die Forward Proxys für den Internetverkehr pro Tag rund 6 Millionen Objekte an die Mitarbeiter aus, davon bis zu 600.000 pro Stunde. Selbst in Spitzenzeiten ist ein System dabei weniger als ein Drittel ausgelastet. Gleichzeitig können über 60 Prozent der angeforderten Daten aus dem lokalen Proxy ausgeliefert werden. Und auch bei den Reverse Proxys ist noch genug Luft: Sie holen 98 Prozent aller angeforderten Daten aus ihrem Cache, was die Geräte zu Spitzenzeiten knapp zur Hälfte auslastet. Die Luft nach oben kann Andreas Büchel gut gebrauchen. Denn durch den Spin-Off der IT-Abteilung hat die CircIT nun einerseits die gesamte Verlagsgruppe von Holtzbrinck als Kunden. Andererseits bietet sie ihre Services nun auch Medienhäusern auf dem freien Markt an. Und der Bedarf an innovativen Produkten und Dienstleistungen ist gerade in diesem Umfeld groß.

Über die Verlagsgruppe Handelsblatt

Die Verlagsgruppe Handelsblatt produziert in zehn Verlagen 85 Fach zeitschriften sowie rund 1.500 Fachbuchtitel, die allesamt Fachinformationen fundiert und unterhaltsam aufbereiten. Der Stammsitz des 1946 gegründeten Unternehmens ist in Düsseldorf. Insgesamt sind dort rund 1.800 Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2005 erwirtschaftete das Unternehmen 271 Millionen Euro.

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